Schriften, Vorträge und CDs

Schreiben ist für mich sehr wichtig. Während ich beim Musikmachen oft wie ein Kind meinem Spieltrieb nachgebe, komme ich beim Schreiben meist zu mir. Der Akt des Schreibens selbst ist dabei das Entscheidende. Denn was Kleist in seinem berühmten Aufsatz "Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden" darstellt, gilt zumindest bei mir auch für den Akt des Schreibens. Vieles wird mir nicht nur erst klar, wenn ich mich hinsetze und schreibe, sondern vieles ergibt sich erst dann. So ist seit Mitte der 80er Jahre ein wichtiger Bestandteil meines Lebens, dass ich Texte verfasse und veröffentliche, manchmal mehr, manchmal weniger. Zeiten, in denen es mir schlechter geht, sind meistens dadurch gekennzeichnet, dass mir währenddessen auch das Schreiben schwerer fällt und ich meinen Schreibrhythmus verloren habe.

Mehr dem Drängen von Freunden ist es zu verdanken, dass ich auch öffentliche Vorträge halte, meist im Bereich der bildenden Kunst. Eine Rede zu halten, hat ein bißchen etwas von einem Konzert. Je besser man reden kann, desto besser kann man auch spontan auf sein Publikum reagieren. Am besten wäre es hier wie ein guter Improvisator, z. B. wie Keith Jarrett, zu agieren. Aber davon bin ich beim öffentlichen Reden noch meilenweit entfernt. Improvisieren kann ich noch immer am
Klavier besser als bei Vorträgen.

Als Verbindung von Schreiben und Musik sind meine Hörspiele aufzufassen, die unten neben meiner Musik-CD aufgeführt sind. Diese Gattung ist mir darum auch sehr wichtig, weil ich so die beiden Tätigkeiten, die mir so viel bedeuten, vereinen kann.

Bis auf die Hörspiele sind im folgenden nur
veröffentlichte Werke aufgeführt, bei Vorträgen gilt analog, dass sie öffentlich waren.


Selbstständige Buchveröffentlichungen

1.
Anwenden und Deuten. Kripkes Wittgensteininterpretation und die Goethezeit. München 1997.
2.
Hinweise zum Glück. München 2001.
3.
Die Kunst, offen „Nein“ zu sagen. München 2003.
4.
Gut- und Bösesein. Norderstedt 2008.
5.
Erkenne Ich und Selbst. Auseinandersetzung mit Ken Wilbers Werk. Norderstedt 2011.
6.
Fünf ist Sechs. Konfusionen. kindle direct publishing 2014.


Beiträge für Bücher bzw. Kataloge

1.
Grüß Gott oder Wie wird man ver-O-tont. In Lutz Hagestedt (Hg): Paul Wühr. Materialien zu seinem Werk. München 1986. S. 280 ff.
2.
Der über-setzende Konrad Balder Schäuffelen. In: Konrad Balder Schäuffelen: Aus dem Auge. Aus dem Sinn. Rosenheim und Dessau 1999. S. 27 - 32.
3.
Einführungsrede zu Toni Stegmayers Ausstellung plus skulptur im Kloster Reisach. In: Toni Stegmayer: closed. Kiefersfelden 2002. S. 19 - 49.
4.
Der Parasit und das Erhabene. In: Kunstverein Rosenheim (Hg): Peter Riss - Parasit. Rosenheim 2005. S. 56 - 67
5.
E. T. A. Hoffmanns Eine Spukgeschichte. In: Thomas Betz und Franziska Mayer (Hgg): Abweichende Lebensläufe, poetische Ordnungen. Für Volker Hoffmann. München 2005. S. 199 - 214.
6.
Schweben zwischen gegenständlicher und absoluter Malerei. In: Kunstverein Rosenheim (Hg): Peter Weigel. Malerei 2004 – 2005. Rosenheim 2005. o. S.


Beiträge für Zeitschriften (teilweise unter Pseudonym oder ohne Namensnennung)

1. Kloß im Hals [Rezension von Markus Werners "Froschnacht"]. In: Münchner Stadtzeitung 9/1986. S. 162.
2. Wir brauchen Kasperl [Porträt von Hartmut Riederer]. In: Münchner Stadtzeitung 12/1986. S. 172.
3. Einfach? [Rezension von Assen Assenovs „Don Quichote in der Stadt“]. In: Münchner Stadtzeitung 11/1986. S. 156.
4. Verborgener Sinn? [Rezension von Josef Skvoreckys "Feiglinge"]. In: Münchner Stadtzeitung 22/1986. S. 176.
5. Für einen falschen Leser [Porträt von Paul Wühr]. In: Münchner Stadtzeitung 23/1986. S. 164.
6. Rückzug [Rezension von Jochen Beyses "Affenhaus"]. In Münchner Buch-Magazin Nr. 61 Juni/Juli 1987. S. 17.
7. Politische Kampagnen gegen Umweltzerstörung in Ilo, Peru [Projektbericht: A9/88]. In: ASB Rundbrief 4/1989. S. 3.
8. Memoiren eines Kindes [Rezension von Manfred Bielers "Still wie die Nacht. Memoiren eines Kindes"]. In: Uni Journal 4/90. S. 23.
9. Rezension von Jacques Derridas "Husserls Weg in die Geschichte der Geometrie". In: Widerspruch 18 (1990). S. 126 f.
10.
Rezension von Gilles Deleuzes’ "Differenz und Wiederholung". In: Widerspruch 24 (1993). S. 116 ff.
11. Rezension von Al di Meolas "Orange and Blue". In: Musikwoche Nr. 38 (19. Sept. 1994). S. 15.
12. Rezension von Dave Grusins "The Orchestral Album". In: Musikwoche Nr. 42 (17.Okt. 1994). S. 14.
13. Rezension von Herbie Hancocks "Dis is da Drum". In: Musikwoche Nr. 45 (7. Nov. 1994). S. 17.
14.
Geschlechterverhältnisse und patriachaler Charakter bei Heidegger [Rezension von Susanne Lettows „Die Macht der Sorge“]. In: literaturkritik.de Nr.7. Juli 2003.


Öffentliche Vorträge

1. Einführungsrede zu Toni Stegmayers Ausstellung plus skulptur im Kloster Reisach am 27. 7. 2002.
2. Eröffnungsvortrag „Kunst und Philosophie sind jetzt“ zur Jahresausstellung 2003 des Kunstvereins Rosenheim in der
Städtischen Galerie Rosenheim am 24. 5. 2003.
3. Vortrag zum Glück in der Reihe „Große Begriffe der Philosophie aus Kants Kritik der praktischen Vernunft“ in der Münchner VHS im Gasteig am 5. 4. 2004.
4. Vortrag „Was ist Glück?“ in der VHS Neubiberg am 29. 4. 2004.
5. Vortrag „
Mix, Cuts & Scratches, eine Grundlage für Heute Morgen“ in „Erstes internationales Rainald-Goetz-Symposium“ im Literaturhaus Frankfurt/Main am 24. 5. 2004.
6. Rede zur Eröffnung der Gemeinschaftsausstellung von Toni Stegmayer und Peter Pohl in der Galerie
Alte Brennerei, Kunstverein Ebersberg am 5. 2. 2005.
7. Rede zur Eröffnung der Ausstellung „Peter Weigel. Malerei 1995 – 2005“ in der
Städtischen Galerie Rosenheim am 8. 12. 2005.
8. Vortrag "Die Kunst des O. M. Bidjanbek" bei der Eröffnung der Ausstellung "O. M. Bidjanbek" in der
Orangerie am Englischen Garten in München am 9. 6. 2009.


Sonstige Werke bzw. CDs

1. I won't you - Musikalisches Hörspiel von 1995 (unveröffentlicht).
2. Todesscherzo - Musikalisches Hörspiel von 1998 (unveröffentlicht).
3.
Buch der Stimmungen. 24 Stücke für Tasteninstrumente (2008).
4. Pokerandi - Musikalisches Hörspiel von 2009/2010 (unveröffentlicht).
5. Anmachen - Musikalisches Hörspiel von 2010 (unveröffentlicht).