Korg Kaossilator (erschienen: 2008)




Beim Kaossilator von Korg ist ein Ribbon Controller, wie man ihn beim Roland JP-8000 als Effektsteuerung findet, die einzige Spielfläche. Man nennt diesen Controller hier allerdings Pad, weil er um vieles mehr Möglichkeiten bietet als ein normaler Ribbon Controller. Denn was auf den ersten Blick als Einschränkung aussieht, dass man keine Tasten zum Spielen hat, zeigt sich beim genaueren Umgang gerade als Spezialität und Clou des Instruments. Denn man kann durch Rubbeln auf dem Pad nicht nur die Tonhöhe in bis zu 2 Oktaven verändern, sondern auch laut und leise spielen und das je nach Einstellung mit Vibrato, Tremolo und anderen Effekten. Glissandohafte Töne gehen hier natürlich viel leichter von der Hand als bei einem Keyboard. Ich benutze dieses Instrument nicht nur zuhause, sondern auch auf Reisen, z. B. im Zug. Schließlich ist dieses Gerät in etwa so groß wie zwei nebeneinander gelegte Zigarettenschachteln und funktioniert auch mit Batterien. Es besitzt zwar nur 100 Presets (voreingestellte Sounds) zum Verändern, aber man hat die Option, sein Spielen mit einem kleinen integrierten Sequencer aufzunehmen und bis zu 4 Takte lange Loops zu erzeugen. Dabei kann man unbegrenzt viele Spuren übereinanderlegen und natürlich bedeutet die Längeneinschränkung von 4 Takten nicht, dass man nicht trotzdem beliebig lange Stücke schaffen kann. Man muss seine Ergebnisse nur auf anderen Medien zwischenspeichern. Für mich ist der Kaossilator darum ein Spielzeug, das süchtig macht und die Zeit vergessen lässt. Er klingt z. B. so: Korg Kaossilator.