Korg Monotron (erschienen: 2010)




Nachdem in letzter Zeit viele Firmen - wie z. B. Dave Smith Instruments mit dem Mopho oder Doepfer mit dem Dark Energy - kleine erschwingliche analoge monophone Synthesizer auf den Markt gebracht haben, hat sich auch Korg dazu entschlossen. Dabei hat Korg mit dem kleinen Monotron etwas ähnliches geschaffen wie den Gacken SX-150, nämlich einen Synthie mit einem kleinen Ribbon-Controller. Allerdings kann man das Ribbonband beim Monotron gut mit dem Fingern spielen und benötigt keinen Stift wie beim Gakken.
Aber die Tonerzeugung- und Tonmodulationmöglichkeiten sind wiederum dem Gakken sehr ähnlich. So gibt es einen VCO (Voltage Controlled Oscillator), ein VCF (Voltage Controlled Filter) und einen LFO (Low Frequence Oscillator). Der LFO kann dabei so eingestellt werden, dass er entweder den Oscillator (VCO) oder das Filter (VCF) beeinflusst. Einstellungsmöglichkeiten für den Anschlag bzw. für den Envelope Generator fehlen hier allerdings. Dafür ist das Lowpass-Filter beim Monotron etwas ganz besonderes. Es soll nämlich identisch mit dem legendären Lowpass-Filter des
MS-20 von Korg sein, den ich ja auch gerne benutze.
Ansonsten läuft der Monotron wie der Gakken nur mit Batterien und hat einen kleinen eingebauten Monitorlautsprecher. Aber natürlich kann man externe Lautsprecher anschließen. Auch kann man den Monotron als Effektgerät benutzen und andere Tonquellen, z. B. E-Gitarren, durch ihn hindurch schicken.
Durch den Ribbon-Controller bedingt eignet sich der Synthie weniger dafür, exakte Tonhöhen auf ihm zu spielen (auch wenn auf dem Ribbonband eine Klaviertastatur aufgemalt ist). Ähnlich wie ein Theremin klingt er dadurch mehr wie eine singende Säge oder - böse ausgedrückt - wie eine jaulende Katze. Aber für Sounds im Horrorgenre passt das ganz gut. Diesen Charakter soll auch folgendes Hörbeispiel vermitteln, bei dem alle Klänge vom Monotron stammen (wenn auch durch Effektgeräte ein wenig modifiziert):
Korg Monotron.