Gakken SX-150 (erschienen: 2008)



Nachdem das
Synthesizer Magazin in seiner Juli/August-Nummer 2009 den Gakken SX-150 lobend vorgestellt hatte, dachte ich mir: Das Teil kann gar nicht so schlecht sein, dass es den Preis (25 € plus 15 € Versand) nicht wert ist. Dabei muss man wissen: Dieses kleine Instrument ist als Bausatz zusammen mit einer japanischen Zeitschrift zu erwerben. Der Zusammenbau ist sehr leicht. Man braucht nur einen kleinen Schraubenzieher und eine halbe Stunde Zeit. Gespielt wird der mit Batterien betriebene monophone Synthesizer standardmäßig nicht mit einem Keyboard, sondern mit einem rudimentären Ribbon Controller, bei dem man mit einem kleinen Stahlstift auf einem Carbonpanel Töne entlockt. Das geht nicht so intonationssicher wie beim Korg Kaossilator mit seinem etwas ähnlichem Pad, so dass man hauptsächlich Effekt- und Experimentalsounds aus dem Teil herausholen kann. Im Netz finden sich darum schon vielerlei Bauanleitungen für einen Midi Converter, mit dem man ein Masterkeyboard anschließen kann. Auf diese Weise kann man die Sounds auch traditionell spielen.
Die Tonerzeugung und Tonmodulation ist auf einen VCO (Voltage Controlled Oscillator), ein VCF (Voltage Controlled Filter), einen LFO (Low Frequence Oscillator) und einen Envelope Generator beschränkt, der nur den Oscillator (VCO) und das Filter (VCF) beeinflussen kann. (Genaueres zu diesen Begriffen und zu analogen monophonen Synthies allgemein siehe unter
Doepfer Modularsystem A-100).
Mir macht es sehr viel Spaß, auf diesem Teil (auch ohne Masterkeyboard) zu spielen. Wenn man nur die Sounds des Gakken SX-150 benutzt, kommt z. B. folgendes heraus:
gakken1.
Wer hören will, wie sich dieser Synthie im Zusammenklang mit anderen Instrumenten macht, kann sich das bei meinem Blogeintrag vom 23.10.2009 anhören.